Anstieg von Benzin und Dieselpreisen

Was tun mit dem Diesel oder dem Benziner – steigende Spritpreise

In den letzten Monaten haben wir einen enormen Anstieg der Benzin und Diesel Preise erleben dürfen. Besonders die Benzinfahrer trifft es hier hart. Hatte man doch im letzten Jahr noch für unter 1,30 Euro den Liter tanken können kann man heute froh sein, wenn man unter 1,70 Euro für den Liter Benzin löhnen muss. Somit wird das Autofahren für viele kaum mehr bezahlbar. Doch woran liegt der enorme Zuwachs des Spritpreises und was für Lösungen gibt es für Fahrer eines Verbrenners?

Die Politik in Verantwortung?

Zunehmend wird in Politik und Wirtschaft die Frage der e-Mobilität diskutiert. Die Zukunft der Straße soll nach einer Ansicht die E-Mobilität sein. Demnach sollen bis 2030 keine neuen Verbrennerfahrzeuge mehr zugelassen werden und eine komplette Umstellung auf Elektroautos stattfinden.

Doch ist dies natürlich nicht für jedermann eine einfache Alternative zum steigenden Benzinpreis. Beklagt man sich heute über den hohen Spritpreis wird man oftmals nur belächelt und bekommt zu hören mann könne sich doch ein E Auto anschaffen. Allerdings kostet so ein neuer E Wagen gut und gerne mehrere Zehntausend Euro, die man auch erstmal haben muss. So ist es für den Studenten, der das alte Auto seiner Großeltern fahren kann, wohl kaum denkbar sich ein E Auto anzuschaffen, um den hohen Spritpreisen zu entkommen. Also kann der reine Umstieg auf E-Mobilität wohl kaum eine Lösung für jedermann sein. Zumal diese Lösung eher Zukunftsmusik ist und es jetzt Lösungen für die Spritpreise braucht.

Der Grund des enormen Sprung der Spritpreise

Zunächst sollte man sich allerdings fragen, was eigentlich der Grund für den enormen Sprung der Spritpreise ist. Hier kommen mehrere Faktoren zusammen, die für diesen wirklich sehr großen Sprung verantwortlich sind. Zum einen ist ja weitergehend bekannt, dass sich die Spritpreise auch an den Ölpreisen orientieren bzw. sogar von diesen abhängig sind. Für die Herstellung von Sprit ist die Grundlage Öl. Die Ölpreise sind immer wieder verschieden und hängen von Lieferwegen etc. ab. So gab es zum Beispiel einen großen Sprung im Spritpreis als das Öl aufgrund der Verstopfung des Suezkanals nicht geliefert werden konnte. Dies funktioniert dann nach dem einfachen betriebswissenschaftlichen Grundsatz: „Angebot und Nachfrage“ ist die Nachfrage nach Sprit also hoch und das Angebot an Öl niedrig steigt der Preis des Sprites. Zudem ist zu beachten, dass es für die Einfuhr von Öl bestimmte steuerrechtliche Dinge bzw. Zollgebühren gibt, die auch immer wieder verändert werden.
Es ist also festzustellen, dass der Spritpreis schonmal maßgeblich vom Preis des Öles abhängt, der wiederum abhängig ist von der internationalen Politik und anderen äußeren Begleitumständen.

Preistreiber Co2 Steuer


Weiterführend hängt der Sprit immer von der Besteuerung ab. Auf Sprit ist eine Steuer festgesetzt, die sich selbstredend von Land zu Land unterscheidet. Diese Steuer passt sich auch immer wieder neu an. In Klimaschutzfragen wird diskutiert diese Steuer zu erhöhen, um vor allem SuVs von den Straßen zu bekommen. Andererseits wird auch über eine Co2 Steuer nachgedacht. Also die Besteuerung von Emmissionswerten. Aufgrund dieser aktuell hoch spekulativen Thematik passt sich der Spritpreis bereits jetzt an nicht ganz entschiedene politische Entscheidungen an. Das der Klimaschutz immer wichtiger wird und Verbrennermotoren hier das Problem haben durch ihre Emissionen zur Veränderung der Klimas negativ beizutragen, steigt auch so der Preis des Sprites. Damit soll erreicht werden, dass die Menschen öfter darüber nachdenken ein anderes Verkehrsmittel zu nutzen wie etwa das Fahrrad oder den öffentlichen Personennahverkehr. Der hohe Spritpreis führt tatsächlich dazu, dass einige öfter auf Alternativen zurückgreifen, allerdings ist auch zu sagen, dass in vielen Dörfern die Anbindung an das Schienennetz oder den öffentlichen Verkehr so schlecht ist, dass es kaum eine gangbare Alternative zum Auto gibt. Oftmals sind auf dem Dorf auch die Wege weiter weshalb das Fahrrad auch nicht in Frage kommt.
Dazu kommt auch noch, dass die Preise der Züge oftmals so hoch sind, dass auch bei den derzeitigen Spritpreisen der Griff zum Auto immer noch günstiger bleibt.

Lösung für die Klimakrise

Es ist schlichtweg kaum eine Lösung für die Klimakrise die Spritpreise so enorm zu erhöhen. Bisher zeigte der hohe Spritpreis nur, wie sehr verschiedenste Menschen unter diesen Bedingungen zu leiden haben. Zudem ist es kaum erklärlich, wie man den Spritpreis so in die Höhe treiben kann und damit vielen Menschen die Mobilität nimmt, ohne diesen wirklich erstgemeinte und vernünftige Alternativen anzubieten. Auch eine Verbesserung und Entlastung der Straße, die ja auch mit der höheren Besteuerung von Benzin und Diesel bezweckt werden sollte, ist bisher ausgeblieben.

Nun ist es aber so; der Spritpreis ist hoch und wird voraussichtlich auch in Zukunft eher steigen. Eine gewisse Steigung des Preises ist ohnehin sachgerecht, da die Erdölreserven endlich sind. Erdöl ist eine Ressource, die nicht in unbegrenzten Mengen verfügbar ist. Somit ist klar, dass der Preis für dieses Öl immer weiter steigen wird bis es schlichtweg kein Erdöl mehr gibt. Allerdings ist der Hauptgrund für diesen rasanten Anstieg der Preise eher die Klimapolitik und die damit verbunden Besteuerung von Sprit. Die damit bezweckten Ziele werden aber schlichtweg nicht erreicht und wirkliche Alternativen wurden den Autofahrern bisher auch verwehrt.
Sollte man also nun seinen Verbrenner verkaufen?

Nein, zwar muss man mit den hohen Spottpreisen zwangsläufig leben, allerdings bleiben für viele auch andere Alternativen aus. es macht durchaus Sinn sich einmal über alternative und vielleicht auch klimaneutrale Verkehrsmittel zu informieren. Der Klimawandel ist ja nicht von der Hand zu weisen und es wird auch hier höchste Zeit zu handeln. Sollten keine Alternativen bestehen muss weiterhin auf das Auto zurückgegriffen werden.

Zudem kann man auch abwarten. In den kommenden Jahren werden auch die ersten E Autos als Gebrauchtwagen auf den Markt kommen. Vielleicht hat man dann die Möglichkeit den alten Verbrenner gegen einen bezahlbaren E-Wagen zu tauschen. Bis dahin wird es aber noch einige Zeit und einige Liter teuren Sprit brauchen.

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