Autoankauf Ratgeberaltes auto verkaufen

Wenn man einen neuen Wagen kauft, soll der alte zu einem möglichst hohen Preis verkauft werden. Dabei hat man die Möglichkeit, den alten Wagen für den neuen in Zahlung zu geben. Das hat den Vorteil, dass man den alten Wagen noch fahren kann, bis das neue Fahrzeug zugelassen und übergeben ist. Außerdem hat man bei An- und Abmeldung keine Probleme. Allerdings muss man schon einiges an Verhandlungsgeschick mitbringen, um einen guten Preis für den Altwagen zu kassieren, ohne auf die Rabatte beim Neuwagen verzichten zu müssen. Eine andere Möglichkeit ist es, mit einem der Händler zusammenzuarbeiten, die ihre Dienste im Internet anbieten. Sie verkaufen Ihren alten Wagen zum bestmöglichen Preis und Sie zahlen dem Händler dafür eine kleine Gebühr, und das nur dann, wenn der Wagen wirklich verkauft wird. Andere Händler wie „Wir kaufen Dein Auto“ kaufen Ihr Auto zum höchsten Preis. Sie haben keine weitere Arbeit mit dem Autoverkauf und bestimmen die Übergabe selbst. Der beste Weg allerdings ist, das alte Fahrzeug privat zu verkaufen. Dabei müssen Sie allerdings einiges beachten. Wir werden später auf diese drei Möglichkeiten des Altwagenverkaufs näher eingehen.

Wie viel ist der Gebrauchte noch wert?

Zunächst einmal ist es wichtig für Sie zu wissen, wie viel Ihr altes Fahrzeug noch Wert ist. Um den aktuellen Wert Ihres Fahrzeuges herauszufinden gibt es mehrere Möglichkeiten. Sie können sich bei Automobilbörsen im Internet und in Zeitungsannoncen informieren und dadurch eine Preisspanne für Ihr Fahrzeug ermitteln. Auch ein Blick in die DAT-Liste der Deutschen Automobil Treuhand oder in die Schwacke-Liste hilft dabei, den aktuellen Listenpreis für Ihr Fahrzeug zu finden. Wenn Sie die anderen Angebote vergleichen, um den aktuellen Preis für Ihr Fahrzeug zu ermitteln, sollten Sie unbedingt das Baujahr, die Kilometerleistung, die Ausstattung und etwaige Mängel einbeziehen, damit eine realistische Preisvorstellung zustande kommt. Sie können den Wert Ihres alten Fahrzeuges aber auch bei neutralen Anlaufstellen wie dem TÜV, der DEKRA oder dem ADAC bestimmen lassen. Diese überprüfen Ihren alten Wagen und erstellen neben der Ermittlung des Preises noch ein Zertifikat aus, das Sie beim Verkauf den Interessenten vorlegen können. Dadurch wird die Seriosität Ihres Angebotes unterstrichen.

Wenn Sie dann wissen, wie viel Ihr Altwagen noch wert ist, können Sie die für sie beste Verkaufsmethode wählen. Sie können zwischen den oben bereits erwähnten drei Methoden wählen. Diese sind:

Altwagen beim Kauf eines Neuwagens in Zahlung geben

Viele Autohändler bieten Ihren Kunden an, den Gebrauchtwagen in Zahlung zu nehmen, wenn sie ein neues Fahrzeug bei ihnen kaufen. Meistens erledigen die Händler dann auch die notwendigen Formalitäten. Sie sind Ihren Altwagen im Handumdrehen und ohne Aufwand los. Es gibt kaum eine bequemere Art. Allerdings lohnt sich diese Methode meist nur für den Händler.

Viele Händler und Hersteller bieten pauschale Prämien an, wenn Sie Ihr altes Auto bei ihnen in Zahlung gegen. Dabei sollten Sie nicht vergessen, dass sie bei diesem Händler ja auch ein neues Fahrzeug kaufen wollen. Es kann sein, dass der Händler Ihnen einen besseren Preis für Ihren Gebrauchten anbietet, aber beim Neuwagen macht der Händler dann weniger Abschläge. Er möchte seinen Aufwand und seine Kosten, die durch den Ankauf Ihres alten Wagens entstehen, auf diese Weise wieder hereinholen. Sie verlieren also den Gewinn, den Sie beim Verkauf Ihres Gebrauchtwagens gemacht haben, beim Neukauf. Die Inzahlungnahme Ihres Altwagens kann sich aber lohnen, wenn der Verkauf nur einen geringen Preis erwarten lässt und ein Käufer sich nur sehr schwer finden lassen dürfte.

Aber Sie haben ja noch weitere Möglichkeiten zum Verkauf Ihres Gebrauchtwagens. Hier sind beliebet Standorte:

Verkauf des Gebrauchtwagens bei einem Online-Autohändler

Im Internet gibt es verschiedene Firmen wie „Wir kaufen Dein Auto.de“ oder „Autoankauf Fix“ und noch einige mehr. Bei diesen geben Sie Ihre vollständigen Kontaktdaten und die Fahrzeugdaten in ein Online-Bewertungstool ein und erhalten eine genaue Bewertung und ein Ankaufsangebot für Ihr Fahrzeug. Wenn Ihnen das Angebot zusagt, können Sie Ihr Fahrzeug an den Online-Autohändler verkaufen. Dieser übernimmt alle weiteren Formalitäten für Sie. Bei einigen ist noch ein Termin nötig, um das Fahrzeug zu begutachten. Andere bieten eine Abholung bei Ihnen zu Hause an.

Um Ihren Gebrauchtwagen bei einem Online-Autohändler zum Höchstpreis zu verkaufen, sollten Sie die folgenden Punkte beachten:

Den richtigen Zeitpunkt für den Autoverkauf:

Wenn Sie Zeit haben, Ihr Auto zu verkaufen, ist das Frühjahr und der Sommer die bessere Zeit für den Autoverkauf als der Herbst und der Winter.

Der Kilometerstand:

Ein Gebrauchtwagen mit knapp unter 100 000 km Laufleistung ist besser zu verkaufen als ein Wagen mit mehr als 100 000 km Laufleistung.

Auto aufbereiten:

Unterziehen Sie den Gebrauchtwagen einer kompletten Außen- und Innenreinigung. Entfernen Sie alte Vignetten und deren Kleberückstände. Außerdem sollten Sie den Öl-, Wischwasser- und Kühlwasserstand überprüfen und kleinere Schäden beheben lassen. Kleine Beulen und Lackschäden ausbessern zu lassen ist oft günstiger, als man denkt, und steigert außerdem den Preis für den Gebrauchtwagen.

Realistische Preiserwartungen:

Meistens ist man enttäuscht, wenn man erfährt was der Gebrauchtwagen noch wert ist. Gebrauchtwagen verlieren vor allem in den ersten Jahren sehr viel an Wert. Trotzdem sollten Sie realistisch bleiben und sich an den bereits ermittelten Wert für Ihren Gebrauchtwagen halten. Setzen Sie den Verkaufspreis also nicht zu hoch an, aber auch nicht zu niedrig. Erlauben Sie sich selbst eine Verhandlungsspanne.

Fotos und Beschreibung:

Beim Verkauf über einen Online-Autohändler sind aussagekräftige Fotos und Informationen wichtig. Fotografieren Sie das Auto bei Tageslicht. Wählen Sie einen neutralen, hellen Hintergrund. Achten Sie darauf, dass Ihre Fotos eine gute Qualität haben. Machen Sie Fotos von allen Seiten, außerdem schräg von vorne und hinten. Machen Sie auch Fotos vom Zubehör. Aufnahmen von Schäden ersparen Erklärungen und Diskussionen. Potenzielle Käufer sind für alle Informationen dankbar, wie ob es sich um ein Raucherauto handelt, ob Schäden bekannt sind und welche Reparaturen gemacht wurden. Ihre Informationen sollten ehrlich und präzise sein. Dadurch schaffen Sie eine Vertrauensbasis.

Fahrzeugpapiere bereithalten:

Neben den Fahrzeugpapieren, sollten Sie auch das Service/Wartungsheft, die TÜV-Bescheinigung, ABE und etwaige Gutachten bereithalten.

Und dann haben Sie ja noch eine dritte Option:

Gebrauchtwagenverkauf an privat

Mit einem Verkauf Ihres Gebrauchtwagens an privat können Sie höchstwahrscheinlich den besten Preis für sich erzielten. Um Ihren Gebrauchtwagen privat zu verkaufen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Mit einer Zeitungsanzeige erreichen Sie Interessenten in Ihrer Umgebung. Sie können auch Aushänge im Supermarkt machen. Auch ein Schild an den Fenstern der Hintertür macht Interessenten darauf aufmerksam, dass Sie Ihr Fahrzeug verkaufen möchten. Um ein breiteres Publikum zu erreichen, können Sie Ihr Fahrzeug zum Verkauf im Internet anbieten.

Verkaufsanzeige gestalten

Gehen Sie beim Verfassen Ihrer Verkaufsanzeige ehrlich und glaubhaft vor. Die Beschreibung des Fahrzeuges sollte möglichst detailliert sein. Sie sollte mindestens die folgenden Punkte beinhalten:

  • Fahrzeugmodell, Farbe
  • Erstzulassung
  • Anzahl Fahrzeughalter
  • Kilometerstand
  • Motorleistung
  • Kraftstoffart
  • Unfallwagen (ja/nein)
  • TÜV (bis wann?)
  • Bereifung (Winterreifen?)
  • Abgasuntersuchung (bis wann?)
  • Zustand der Mechanik und Elektronik
  • Ausstattung (Sitze, Audio, Klimaanlage etc.)
  • Garagenfahrzeug (ja/nein)
  • Zustand der Karosserie, Optik (Kratzer etc.)

Spezielle Extra-Ausstattung kann Ihnen einen höheren Preis einbringen. Dabei sollten Sie jedoch beachten, welche Ausstattung heute bereits zu der Standardausstattung zählt. Mit einem CD-Radio oder einer Klimaanlage können Sie kaum noch punkten. Sind jedoch eine spezielle Stereoanlage, Ledersitze, ein Sportlenkrad oder besonders hochwertige Felgen vorhanden, sollten Sie das erwähnen und auf die Einzelheiten besonders eingehen. Fügen Sie Ihrer Anzeige aussagekräftige Fotos des Fahrzeuges und der Ausstattung hinzu, um Interessenten zu beeindrucken. Fotos haben oft eine größere Wirkung als Worte. Setzen Sie den Verkaufspreis etwas höher an, als was Sie im Endeffekt erwarten. Damit lassen Sie sich einen gewissen Verhandlungsspielraum.

Schäden vor dem Verkauf beheben

Bevor Sie Ihre Anzeige schalten, sollten Sie Ihr Fahrzeug selbst genauestens unter die Lupe nehmen. Während kleine Lackkratzer für potenzielle Käufer akzeptabel sein mögen, sollten Sie größere Mängel vorher ausbessern lassen. Wenn die Hauptuntersuchung in Kürze ansteht, sollten Sie diese machen lassen. Auf jeden Fall sollten Sie den Öl- und Wasserstand, die Beleuchtung und den Reifendruck überprüfen.

Das Aussehen des Fahrzeuges hat eine besondere Wirkung auf mögliche Käufer. Daher sollten Sie das Fahrzeug vorher gründlich von Innen und Außen reinigen und polieren. Unter Umständen sollten Sie auch eine Motorwäsche durchführen lassen. Die Reinigung sollte möglichst vor den Fotos stattfinden. Und der reinliche Zustand sollte bis zum endgültigen Verkauf aufrechterhalten werden.

Unterlagen bereithalten

Und zuletzt sollten sie alle Unterlagen bereithalten. Dazu gehören:

  • die Zulassungsbescheinigung,
  • der Fahrzeugbrief,
  • das Scheck- oder Wartungsheft,
  • die Bedienungsanleitung für das Fahrzeug,
  • die Papiere zur TÜV- und Abgasuntersuchung,
  • mögliche Zertifikate und Belege über Reparaturen oder mögliche Ein- oder Umbauten.

Wenn Sie sich an die folgende Checkliste halten, sollte Ihr Fahrzeug bei möglichen Interessenten einen guten Gesamteindruck machen. Mit ein wenig Geduld und Verhandlungsgeschick werden Sie so den besten Preis für Ihren Gebrauchtwagen erzielen.

Checkliste

  • Sie haben das Fahrzeug einer gründlichen Innen- und Außenreinigung unterzogen.
  • Falls nötig, haben Sie eine Autoaufbereitung von einem Profi durchführen lassen.
  • Ihr Inserat ist so ausführlich, wie möglich und umfasst z.B. das Alter, die Erstzulassung, die Anzahl der Vorbesitzer, die Laufleistung, die Antriebsart, die Serienausstattung, zusätzliche Ausstattung.
  • Ihr Inserat umfasse alle Mängel und vorherige Schäden, ebenso ob Ihr Pkw Scheckheft-gepflegt ist oder nicht.
  • Sie haben Ihrer Anzeige Fotos in guter Qualität beigefügt. Das gilt vor allem bei Online-Anzeigen. Eventuelle Mängel sind auf den Fotos erkennbar.
  • Sie haben den augenblicklichen Wert Ihres Gebrauchtwagens ermittelt.
  • Das Fahrzeug ist für eine mögliche Begutachtung gut vorbereitet.
  • Sie haben mit dem Käufer eine Probefahrt gemacht und er/sie hat sich entschlossen, Ihr Fahrzeug zu dem geforderten Preis zu kaufen.

Kaufvertrag und Übergabe

Nun kann der eigentliche Verkauf beginnen. Sie sollten natürlich auch bei einem Verkauf an privat einen Kaufvertrag aufsetzen. Formulare dafür finden Sie im Internet.

Achten Sie darauf, dass der Kaufvertrag alle relevanten persönlichen Daten von Verkäufer und Käufer enthält. Außerdem sollte der Vertrag alle Fahrzeugdaten enthalten und sämtliche Mängel sollten aufgelistet sein. Achten Sie darauf, dass der Kaufvertrag eine Bestimmung über den Ausschluss einer etwaigen Haftung beinhaltet.

Beide Parteien müssen den Kaufvertrag unterschreiben und jede der Parteien erhält eine unterschriebene Kopie des Vertrages.

Akzeptieren sie weder nur eine Anzahlung, noch stimmen Sie Raten oder Zahlung per Scheck oder ähnlichem zu. Der Wagen,, die Schlüssel und die dazugehörenden Papiere werden nur gegen Barzahlung des gesamten Kaufpreises übergeben.

Auf der ganz sicheren Seite sind Sie, wenn Sie den Wagen vor der Übergabe abmelden. Der Käufer hat so zwar mehr Aufwand, aber Sie selbst sind sicher, dass Sie weder Versicherung, Steuer noch mögliche Bußgelder für den neuen Besitzer bezahlen müssen.

Wenn Sie sich entscheiden, das Auto noch angemeldet zu übergeben, sollten Sie sofort die Zulassungsstelle und die Versicherung über den Verkauf informieren, um sicherzustellen, dass Sie weder für einen Versicherungsfall noch für die Kfz-Steuer noch für etwaige Bußgelder für das Fahrzeug nach dem Verkauf haftbar sind. Dazu senden Sie einfach eine Kopie des unterschriebenen Kaufvertrages per Fax oder Mail an diese Stellen.

Checkliste für den Verkauf

  • Sie haben einen Kaufvertrag aufgesetzt. Dieser beinhaltet alle wichtigen Angaben einschließlich der bekannten Vorschäden.
  • Sie haben in dem Kaufvertrag die Haftung ausgeschlossen.
  • Sie haben das Auto vor dem Verkauf abgemeldet oder in dem Kaufvertrag eine zeitnahe Ummeldung festgelegt.
  • Der Käufer bezahlt das Fahrzeug bar. Sie nehmen weder eine Anzahlung noch vereinbaren Sie eine Ratenzahlung.
  • Nach Erhalt des Kaufpreises übergeben Sie alle Papiere wie die Zulassungsbescheinigung Teil 1 und 2, das Scheckheft, etc. und die Schlüssel.
  • Sie informieren Ihre Versicherung und die Zulassungsstelle sofort über den Verkauf.

Wenn Sie alle diese Ratschläge befolgen, sollten Sie den bestmöglichen Preis für Ihren Gebrauchtwagen erhalten haben und wir wünschen Ihnen viel Vergnügen und viel Glück mit Ihrem Neuwagen.

2 Kommentare

  1. Herzlichen Dank für Ihren Artikel zum Thema Gebrauchtwagen. Es trifft sich gut, denn meine Tochter möchte ihr Auto verkaufen unf fragte, worauf sie bei der Erstellung des Kaufvertrages achten soll. Ein guter Hinweis, dass der Vertrag alle Fahrzeugdaten enthalten sollte, wobei sämtliche Mängel aufgelistet sein müssen.

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