Auto privat verkaufen: Das ist zu beachten?

Auto privat verkaufen: Das ist zu beachten?

Bei Privatverkäufen oder Privatkäufen über eine Zeitung oder im Internet sowie im Bekanntenkreis sind eine Menge an unterschiedlichen Punkten zu beachten. Generell lässt sich in den letzten Jahren feststellen, dass Autobesitzer immer öfter länger das gleiche Auto fahren. Dieser Effekt spricht natürlich die Zuverlässigkeit der meisten Marken an. Das durchschnittliche Alter der Autos liegt inzwischen bei über zehn Jahren. Wenn das Fahrzeug allerdings eine Km-Leistung von über 100.000 bis zu über 200.000 Kilometern unfallfrei überstanden hat, sind trotzdem viele Teile im Inneren des Autos zu erneuern.

Probefahrt ist zu empfehlen

Bei Autoverkäufen per Inserat wird oft darauf hingewiesen, was schon erneuert worden ist. Eine Probefahrt sollte stets vorgenommen werden, bevor man ein gebrauchtes Auto kauft. Fachleute aus der Bekanntschaft sind eine gute Hilfe und bestenfalls mitzunehmen, wenn eine Probefahrt vereinbart ist. Tagsüber erkennt man meistens besser Schäden am Lack oder Gebrauchsspuren am Fahrzeug. Ein gebrauchtes Auto zu kaufen, ist stets eine spannende und heikle Angelegenheit. Am besten ist es, wenn man das Auto von Experten in einer Autowerkstatt nochmal überprüfen lässt. Wer ein Auto verkaufen möchte, sollte am besten Kratzer im Lack entfernen und das Auto vor der Besichtigung gut reinigen.

Schwacke Liste

Die Schwackeliste oder KFZ-Werkstätte sowie Gutachter können den aktuellen Wert des Fahrzeugs ermitteln. Fotos, die ins Internet gestellt werden, sollen das Fahrzeug schließlich von seiner besten Seite und von allen Seiten zeigen. Wenn das Auto beim Kauf eines Neuwagens in Zahlung gegeben wird, ist es natürlich am schnellsten zu verkaufen. Dennoch zeigt sich, dass da manchmal nicht der beste Preis erzielt wird. Privatverkäufe sind eine gute Alternative, wenn es darum geht, noch einen guten Preis für das alte Auto in einem guten Zustand herauszuholen. Autobesitzer können schon einen Hinweis des Verkaufswunsches in den hinteren Seitenscheiben anbringen und im Internet sowie in den regionalen Tageszeitungen oder Wochenendzeitungen inserieren. Manche Autohändler sowie die Webseiten autoankauf-fix.de, autoscout24.de, mobile.de oder wirkaufendeinauto.de suchen zum Beispiel auch stets gebrauchte Autos, um sie meistbietend zu verkaufen. Wenn ein gebrauchtes Auto vom Besitzer schon abgemeldet ist, braucht man für die Überführung oder für eine Probefahrt rote Kennzeichen. Autohändler haben meist rote Kennzeichen für diese Zwecke. Gebrauchte Autos werden statistisch gesehen am besten im Winter verkauft, während Interessenten am liebsten im Frühjahr oder im Sommer ein Auto kaufen möchten. Optimal ist es für Käufer, wenn das gebrauchte Fahrzeug erst drei oder vier Jahre alt ist.

Eine Laufleistung über 100.000 Kilometer ist bei den meisten Marken ein eher kleines Problem. Fahranfänger suchen größtenteils ein günstiges Auto, weil der Beitrag für die Versicherung noch sehr hoch ist. Familien suchen manchmal einen Zweitwagen für Arztbesuche oder Einkäufe etc.

Rechtliche Grundlagen beim privaten Autoverkauf

Der private Autoverkauf hat auch rechtliche Anforderungen an den Verkäufer. Verkäufer haben die Pflicht beim Autoverkauf, den Käufer über sämtliche Mängel am Fahrzeug zu informieren. Falls das Fahrzeug umgebaut worden ist oder Tuningmaßnahmen vorgenommen worden sind, sind diese natürlich auch aufzuzeigen. Ebenso ist es erforderlich, dem Käufer zu sagen, wenn das Auto schon mal in einen Unfall verwickelt gewesen ist. Reparaturen und Austausch von Bremsen oder einer Auspuffanlage zum Beispiel sind positiv bei einem privaten Autoverkauf. Der Verkauf ist am besten vertraglich zu regeln. Eine Gewährleistung auf Mängel ist nicht automatisch ausgeschlossen. Ein Haftungsausschluss muss im Vertrag schriftlich vereinbart sein. Innerhalb eines Jahres nach dem Autokauf kann eine Gewährleistung auf Mängel vereinbart werden. Problematisch ist ein Autokauf nur, wenn das Auto längere Zeit abgemeldet gewesen ist, Mängel aufweist und keine gültige HU und AU besitzt. Nach Vertragsabschluss händigt der Autobesitzer dem Käufer sämtliche Papiere und den Autoschlüssel und Ersatzschlüssel aus. Zu den Fahrzeugpapieren gehören der Fahrzeugbrief, das Serviceheft, den Fahrzeugschein und die Betriebserlaubnis bei Tuning-Zubehör. Der Käufer zahlt in der Regel den vereinbarten Kaufpreis bar an den Verkäufer.

In Deutschland werden sehr viele Autos privat verkauft. Auf den Straßen dürfen nur sichere und einwandfreie Autos bewegt und gefahren werden.

Bei älteren Autos ist auf die letzte TÜV-Untersuchung zu achten. Nach dem Kauf lässt sich meist auch erst sicher feststellen, wie viel das gebrauchte Auto an Kraftstoff verbraucht. Kraftstoffkosten sind ein wesentlicher Punkt beim Fahrzeug. Wer hauptsächlich kurze Strecken fährt, hat andere Ansprüche an sein Fahrzeug als Menschen, die gerne längere Fahrten mit dem Auto unterwegs sind. Vielfahrer fahren oft auch ein Auto, das mit Diesel fährt. Wer gerne mit dem Auto in den Urlaub fährt, kauft evtl. auch gerne Zubehör wie zum Beispiel eine Dachbox mit. Oft gehört auch ein Satz Sommer- oder Winterreifen zum Zubehör. Die Reifen sind vor dem Aufziehen natürlich auch auf Qualität zu überprüfen. Wer sein Auto beim Händler gekauft hat, hat die Möglichkeit, den Händler bei Mängeln auf die Gewährleistungspflicht anzusprechen. Auf Sachmängel bei Übergabe des Fahrzugs ist deswegen zu achten. Nach einem halben Jahr liegt die Beweislast für Mängel beim Käufer. Der Nachteil beim privaten Autokauf ist, dass die Gewährleistung oft ausgeschlossen ist. Der Käufer kann nur vom Kaufvertrag zurücktreten, wenn das Auto zum Beispiel gestohlen worden ist. Beim privaten Autokauf sind zwar manchmal größere Rabatte bei älteren Autos gegeben, dafür hat der Käufer weniger Sicherheit beim Kauf. Überprüfen Sie daher bitte vorher alle Fahrzeugpapiere. Auch eine Umlackierung mit einer anderen Farbe ist in die Papiere einzutragen. Am besten lassen sich schwarze und silberne Fahrzeuge verkaufen.


Sehr beliebt sind inzwischen EU-Importe oder Reimporte beim Autokauf, weil man beim Kaufpreis zum Neuwagenkauf etwas sparen kann. Autos aus dem Ausland sind sehr gefragt beim Autokauf. Manche Autofahrer bevorzugen amerikanische Fahrzeuge oder günstige Autos aus Asien. Beim Kauf von EU-Importen ist der Verwaltungsaufwand beim Kauf höher. Die Überführung ist vorab zu klären und dann ist die Umsatzsteuer beim Finanzamt zu zahlen. Bei der Zulassung sind bei der Anmeldung alle nötigen Papiere vorzulegen, sodass das Auto den deutschen Anforderungen entspricht. Zubehör und Ersatzteile sind bei solchen Autos häufig nur bei speziellen Händlern zu erhalten.

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